Autor Thema: psychologische Untersuchung= IQ-Test  (Gelesen 632 mal)

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Offline river

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psychologische Untersuchung= IQ-Test
« am: 02. September 2011, 17:17:09 »
Mein Freund und ich sollen an einer psychologischen Untersuchung teilnehmen.
Der Grund dafür ist, dass wir beide eine Ausbildung/Fortbildung machen möchten, die vom Amt gefördert wird und somit mit Kosten verbunden ist.
Da wir beide wegen unterschiedlicher Probleme krankgeschrieben wurden und teilweise in psychiatrischer Behandlung waren, möchte unsere Sachbearbeiterin mit dieser Untersuchung sicher sein, dass wir imstande sind, die Ausbildung durchzuhalten.
Soweit finde ich alles verständlich und nachvollziehbar.

Dann aber haben wir Post bekommen und erfahren, dass diese psychologische Untersuchung eine Art IQ-Test ist, der mehrere Stunden gehen soll. Nach diesem Test findet wohl noch ein Gespräch statt und beides entscheidet, ob wir die Unterstützung verdienen.

Unter einer "psychologischen Untersuchung" stelle ich mir aber etwas anderes vor. Selbst wenn ich schlecht abschneiden sollte, was hat so ein Test damit zu tun, wie ich die Ausbildung meister?
Dieser Test hat ja wenig bis gar nichts mit den Ausbildungsinhalten zu tun, außerdem wissen wir beide doch schon, wo unsere Stärken und Schwächen sind und welche Ausbildung wir erlernen möchten. Und dadurch erfährt doch auch niemand, ob wir nun gesundheitlich in der Lage sind, einen Ausbildungsberuf zu erlernen.
In diesem Test sind auch überwiegend mathematische Fertigkeiten gefragt (nicht gerade mein Gebiet), während der Ausbildung habe ich aber gar kein Mathe.
Auch bei meinem Freund ist dieser Test Blödsinn, da er vor seiner Fortbildung sowieso 8 Wochen lang einen Eignungstest machen muss, eine Art Praktikum, das mit Sicherheit sehr viel mehr geeignet ist, um herauszufinden, ob einem der Beruf liegt.
Wir haben auch beide einen Schulabschluss, ein gewisser Grad an Intelligenz ist also nachweislich vorhanden.  :smile:

Was soll dieser Test denn nun beweisen?

Und haben wir eine Chance, dass wir doch noch eine Förderung erhalten, selbst wenn wir durchfallen? Mein Freund und ich haben durch unsere Krankengeschichte auf dem normalen Arbeitsmarkt eher geringere Chancen und unsere Sachbearbeiterin ist nicht besonders verständnisvoll, sie meinte auch schon zu uns, dass eher nur Arbeit gefördert wird, da eine Ausbildung Freizeitsache ist.
Ich möchte aber nicht mein Leben lang Hilfskraft sein oder als Putzfrau arbeiten.

Wo können wir uns notfalls beschweren?

Auch soll mein Freund, da seine Krankengeschichte sehr speziell ist, alle medizinischen Gutachten und Befunde mitbringen. Dies möchte er aber nicht, da er nach dieser Untersuchung ja nie wieder etwas mit diesem Arzt zu tun hat und dieser ja auch nicht sein Therapeut ist. Reicht es auch, dass man einen kurzen Nachweis vom Arzt mitbringt, damit sie wissen, worum es geht und mein Freund sich nichts ausgedacht hat?

Vielen Dank im Vorraus!



Offline sebastian09

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Re: psychologische Untersuchung= IQ-Test
« Antwort #1 am: 02. September 2011, 19:16:54 »
Also Krankenakten ,Krankenbriefe, Beschreibungen o.ä. auf keinen Fall mitbringen (dürfen die auch nicht fordern, wäre rein freiwillig; Datenschutz).

Sicher reicht es aus, wenn ihr einen kurzen Nachweis, in welcher Form auch immer, mitbringt.

Ob ihr euch gegen diesen Test wehren könnt, weiss ich nicht.

Offline skeptiker

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Re: psychologische Untersuchung= IQ-Test
« Antwort #2 am: 02. September 2011, 19:21:17 »
@ river, ich kann Dir zwar nicht mit §§ dienen, aber mit ner Erfahrung, die ich selber mal gemacht hab und die Euch evtl die Angst vor diesem "Idiotentest" nehmen sollte.
Als ich mal zu einer Umschulung durfte (Rehamaßnahme) musst ich auch zu solcher Veranstaltung (von 8:00 bis ca. 14 Uhr) Dort wurden die Teilnehmer auf ihr Bildungsniveau hin getestet. Also diverse Matheaufgaben, Grundrechenarten, Textaufgaben, Flächen berechnen, Verhältnisrechnung all sowas eben, Schriftliches und mündliches Audrucksvermögen, also nen kurzen Sachverhalt schriftlich schildern (ich glaub bei mir wars ne Wegbeschreibung schriftl) Mündlich musste ich nen Zeitungsartikel kommentieren.
Zum Abschluss hat der Tester noch ne Geschichte vorgelesen und wir mussten aus der Erinnerung heraus ne Inhaltsschilderung mit unseren eigenen Worten schriftlich verfassen. Du siehst, NICHTS, wovor man Angst haben muss.
Ein Teilnehmer hat wohl nich alle Antworten perfekt gewusst, der wurde dann zu einer Einrichtung geschickt, wo ihm das fehlende Wissen nachträglich vermittelt werden sollte.
(Ich war darüber deshalb etwas erschrocken, weil der grad erst vor zwei/drei Jahren aus der Schule gekommen ist.
Ich war damals nen Ende über 40 und hab das mit links weggesteckt und ich bin auch nich mit Einstein verwandt.
Achso und das Abschlussgespräch war recht locker, wo man eventuelle Bildungsdefizite gutreden konnte.
Also @ river keine Angst vor sonem Idiotentest.  Frisch und frei dahin und vergiss die Krankheit und alles was damit zu tun hat. Deine Krankengeschichte brauchst eh nur um nachzuweisen wozu Du körperlich nicht in der Lage bist.
LG skeptiker
Mahatma Gandhi:
"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."

Offline Christina_1

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Re: psychologische Untersuchung= IQ-Test
« Antwort #3 am: 02. September 2011, 19:32:22 »
ich habe beim psychologischen dienst vor einigen jahren auch solche tests gemacht.


der erste teil ist von allgemeiner natur. da wird die gedächtnisleistung, logisches denken und vorstellungsvermögen abgefragt. ein icq test ist auch dabei.
durch das gespräch wird herrausgefunden welche spezielle fragenbögen ihr noch ausfüllen. da wird speziell auf die berufe eingegangen.


ich würde daran teilnehmen.
mfg christina_1

ghi

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Re: psychologische Untersuchung= IQ-Test
« Antwort #4 am: 03. September 2011, 21:27:41 »
river,
Welche konkrete Weiterbildung hast Du/Ihr beantragt?
Wurde ein Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben(berufliche REHA) gestellt oder soll es über einen Bildungsgutschein gefördert werden?
In beiden Fällen sind psychologische Tests normal.
Auf diesen Seiten kannst Du Dir die Fragen anschauen/üben:
http://www.arbeitsagentur.de/nn_26236/zentraler-Content/A02-Berufsorientierung/A021-Personale-Dienstleistungen/Allgemein/Testaufgaben-Beispiele.html
Es ist üblich,dass bei amtsärztlich-psychologischen Untersuchungen Unterlagen der bisherigen Ärzte/Kliniken eingesehen werden.Du solltest darauf achten,dass die Dokumente tatsächlich nur vom Amtsarzt eingesehen werden.
Wenn ich Deine Angaben richtig verstanden habe,sollst Du die Dokumente zur Untersuchung/Test mitbringen,was bedeuten würde,Du kannst Sie zur Einsicht übergeben ,aber nicht zur Kopie,der Arzt kann sich Notizen machen.

Ich würde Dir empfehlen wollen,frage bei der einladenden Stelle konkret nach,was auf Euch zukommt.
 :bye: