Mein Freund und ich sollen an einer psychologischen Untersuchung teilnehmen.
Der Grund dafür ist, dass wir beide eine Ausbildung/Fortbildung machen möchten, die vom Amt gefördert wird und somit mit Kosten verbunden ist.
Da wir beide wegen unterschiedlicher Probleme krankgeschrieben wurden und teilweise in psychiatrischer Behandlung waren, möchte unsere Sachbearbeiterin mit dieser Untersuchung sicher sein, dass wir imstande sind, die Ausbildung durchzuhalten.
Soweit finde ich alles verständlich und nachvollziehbar.
Dann aber haben wir Post bekommen und erfahren, dass diese psychologische Untersuchung eine Art IQ-Test ist, der mehrere Stunden gehen soll. Nach diesem Test findet wohl noch ein Gespräch statt und beides entscheidet, ob wir die Unterstützung verdienen.
Unter einer "psychologischen Untersuchung" stelle ich mir aber etwas anderes vor. Selbst wenn ich schlecht abschneiden sollte, was hat so ein Test damit zu tun, wie ich die Ausbildung meister?
Dieser Test hat ja wenig bis gar nichts mit den Ausbildungsinhalten zu tun, außerdem wissen wir beide doch schon, wo unsere Stärken und Schwächen sind und welche Ausbildung wir erlernen möchten. Und dadurch erfährt doch auch niemand, ob wir nun gesundheitlich in der Lage sind, einen Ausbildungsberuf zu erlernen.
In diesem Test sind auch überwiegend mathematische Fertigkeiten gefragt (nicht gerade mein Gebiet), während der Ausbildung habe ich aber gar kein Mathe.
Auch bei meinem Freund ist dieser Test Blödsinn, da er vor seiner Fortbildung sowieso 8 Wochen lang einen Eignungstest machen muss, eine Art Praktikum, das mit Sicherheit sehr viel mehr geeignet ist, um herauszufinden, ob einem der Beruf liegt.
Wir haben auch beide einen Schulabschluss, ein gewisser Grad an Intelligenz ist also nachweislich vorhanden.

Was soll dieser Test denn nun beweisen?
Und haben wir eine Chance, dass wir doch noch eine Förderung erhalten, selbst wenn wir durchfallen? Mein Freund und ich haben durch unsere Krankengeschichte auf dem normalen Arbeitsmarkt eher geringere Chancen und unsere Sachbearbeiterin ist nicht besonders verständnisvoll, sie meinte auch schon zu uns, dass eher nur Arbeit gefördert wird, da eine Ausbildung Freizeitsache ist.
Ich möchte aber nicht mein Leben lang Hilfskraft sein oder als Putzfrau arbeiten.
Wo können wir uns notfalls beschweren?
Auch soll mein Freund, da seine Krankengeschichte sehr speziell ist, alle medizinischen Gutachten und Befunde mitbringen. Dies möchte er aber nicht, da er nach dieser Untersuchung ja nie wieder etwas mit diesem Arzt zu tun hat und dieser ja auch nicht sein Therapeut ist. Reicht es auch, dass man einen kurzen Nachweis vom Arzt mitbringt, damit sie wissen, worum es geht und mein Freund sich nichts ausgedacht hat?
Vielen Dank im Vorraus!